Neurons that fire together wire together!

By on 30. Oktober 2016

Ein nachträglicher Artikel, um das angewandte Modell opposing joints / oppposing movements in den Videos mit Axel nochmal genauer zu erklären.

Neurons, that fire together, wire together! Das war einer der ersten Merksätze, die ich während meiner Ausbildung zum Z-Health Trainer mitgenommen habe, dass er so viel Gewicht haben würde, habe ich damals nicht geahnt. Jeder von uns in der Fitness- und Trainerbranche kennt die heilige Dreifaltigkeit der Merksätze des Fitness- oder Personal-Trainers und wenn nicht dann hier nochmal für euch:

  1. Specific Adaption on Imposed Demand oder das S.A.I.D. Prinzip
  2. use it or loose it
  3. form follows function

Schon mal gehört? Ja! Aber habt Ihr Sie auch verstanden? Ich werde das in späteren Post´s näher beleuchten. Nun zu unserem Neuro-Performance-Trainer Merksatz und dem Modell.

Es genügt wenn wir uns unsere basalen Bewegungsmuster anschauen. Das Gehen! Wie gehen wir? Welche Teile werden bewegt, welche stehen still? Oder vielmehr welche Teile bewegen sich zusammen! Beim Gehen werden der linke Arm und das rechte Bein zusammen nach vorne bewegt. Sie bilden ein Bewegungspaar und jetzt sind wir schon beim Merksatz. Das heißt Sie werden zusammen aktiviert (fire together), also bilden Sie zusammen ein Bewegungsnetzwerk (wire together). Im Klartext Sie können im Gehirn über ein Bewegungsprogramm aktiviert werden. Das führt jedoch auch schon zum nächsten Problem. Ist das Bewegungsprogramm an einer Stelle gestört, kann sich die Störung auf das gepaarte Gelenk im Programm ausweiten. Das tolle daran wir können den Vorgang auch wieder umkehren. Das heißt wir können mit dem nicht betroffenen Gelenk, das Bewegungsprogramm wieder reprogammieren! Super, das ist opposing joint (Gegen-Gelenk). Wie kommen wir jetzt zu opposing movement? Viele von euch werden schon richtig angemerkt haben, dass das Gehen doch nicht zu unseren basalen Bewegungsmustern gehört, richtig? Schließlich können wir ja nicht von Anfang an gehen. Davor kommen das Krabbeln und das Hochziehen/Klettern. Denn wir stammen ja bekanntlich vom Affen ab. Diese Muster sind uns also sozusagen evolutionär in die Wiege gelegt. Siehe auch „Das evolutionäre Gehirn“ auf meiner Homepage neuro-performance.com. Wenn wir das Klettermuster jetzt sezieren, dann kommen wir zu folgendem Schluss.

  1. Der linke Arm greift einen Griff über dem Kopf – Schulter/Arm eleviert, Ellbogen extendiert
  2. Der rechte Fuß und das Bein wird aufgestellt auf einen Vorsprung oder ähnliches, das Halt bietet – Hüfte flektiert, Knie flektiert
  3. Wir ziehen uns mit dem Arm nach oben und der Fuß und das Bein strecken sich und begleiten die Bewegung
  4. Arm+Schulter werden flektiert vs. Fuß+Bein werden extendiert
  5. Das ist opposing movement (Gegenbewegung)

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Fazit: Wir sehen also, dass das Konzept auf den basalen Bewegungsmustern aufbaut. Wir können uns die neuronale Verschaltung der Gelenke und Bewegungssoftware zu Nutze machen, um die Bewegungsqualität in einem Teil des Programms zu verbessern und somit das Ganze Bewegungsprogramm optimieren.

Mehr Informationen rund um dieses Konzept bekommt Ihr bei der Deutschen Akademie für Neuro-Performance und der Ausbildung zum Neuro-Performance-Trainer Level I.  In diesem Sinn bleibt bewegt, denn…

Qualität entscheidet

euer Patrick Eurich