Neuro-Performance Hack “Knieschmerz”

By on 2. Februar 2019

Hi liebe Neuro-Performance Interessierte,

heute möchte ich euch einen kleinen Hack vorstellen, den ich letztens mit einer Personal-Trainings Kundin gemacht habe. Mich suchte eine Frau auf , die seit längerem Schmerzen im rechten Knie hatte. Die Schmerzen traten beim Spinning und beim Yoga auf. Sie war beim Orthopäden, Physiotherapeuten und auch schon bei einem Personal-Trainer. Sie erzählte mir von all den Standardübungen, die ich auch früher immer aus dem Hut gezogen habe. Der Physio hat das Knie massiert und Stabi´s auf der Airexmatte gemacht (wer sie nicht kennt, das ist eine kleine blaue Schaumstoffmatte), immerhin schon mal aktives Üben. Die Arztbehandlung erläutere ich hier nicht weiter. Nur soviel sei gesagt, sie war nicht lange von Erfolg gekrönt. Der Trainer machte Kniebeugen, Stabi´s, Ausfallschritte – Tenor Kräftigung der Muskulatur und somit eine Stabilisierung des Gelenks. Das Ergebnis – mehr Knieschmerzen!

Diese Info´s waren für mich schon mal extrem wertvoll. Stabi´s und Muskelaufbau funktionierten noch nicht, wahrscheinlich keine korrekte neuromuskuläre Aktivierung der knieumspannenden Muskulatur (m. quadriceps femoris, ischicrurale Muskegruppe, m. gluteaus max. mid. min., sowie sartorius und tensor) + falsche Bewegungsvorstellung. Also kurz aus neurothletischer Sichtweise auf das Problem geschaut und eine gezielte strukturelle Dehnung des Ligamentums fibulocalcaneare, Ligamentums tibionaviculare sowie des Ligamentums tibiotalare anterius vorgenommen und die Kniebeuge wiederholt. Ergebnis ein deutlich besseres Bewegungsgefühl und kein Knieschmerz mehr. Was ist jetzt genau passiert? In diesen beiden Bändern sitzen haufenweise Mechanorezeptoren, die Informationen nach oben an das Gehirn funken. Diese Rezeptoren funktionierten nicht richtig. Durch die gezielte strukturelle Dehnung haben wir die Rezeptoren aufgeweckt und wieder für ein besseres Bewegungsbild gesorgt bzw. mehr Informationen für das Gehirn bereitgestellt, Entscheidungen über den Bewegungsablauf zu treffen. Wir wissen aus der Neurophysiologie, dass genau diese Bänder zu einer erhöhten Aktivität der Oberschenkelmuskulatur führen. Wir haben dann noch ein paar weiterer neurologische Aktivierungsmuster (NAM´s)durchgeführt und Sie hatte O-Ton Kundin: ” Das beste Kniegefühl, dass Sie je hatte!” Die Übungen hat Sie dann als Hausaufgabe mitbekommen und anschließend auch beim Yoga und Spinning keine Knieschmerzen mehr.

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