Schulterschmerz adé!

By on 24. November 2016

Hi Leute,

da sind wir wieder, ein neuer Artikel der Deutschen Akademie für Neuro-Performance. Heute möchte ich euch von einem Trainingspartner und mittlerweile langjährigen Freund Magnus berichten. Magnus ist seit mehreren Jahren leidenschaftlicher Wake-Boarder und ist dieses Jahr beim Pre-Event Cable-Connection-Pass zu Wake the line mitgefahren. Beim CCP haben sich alle Kabelanlagen in NRW zusammengetan und die Teilnehmer konnten an einem Tag mit einem Ticket auf allen Anlagen mit den Pro´s fahren. Für Magnus ein Muss!!! Clever wie er nun mal ist, hat er sich natürlich sowohl auf dem Wasser als auch im Gym auf das Event vorbereitet. Der Tag des Events wurde dann auch ausgiebig genutzt. Magnus kam auf geschätzte 4 Stunden Kabelzeit. Da er mittlerweile auch Sprünge, Rails und andere Tricks in seine Line´s einbaut war das für die Schulter natürlich eine ordentliche Tortur.

Die Quittung kam nach dem Event, beim nächsten Training! Bankdrücken, Liegestütz, Schulterübungen und die rechte Schulter sagte, Autsch! Zwei Wochen Pause und die Schulter ist immer noch nicht heile. Aus Sicht der Wundheilung und der Neuro-Performance ein klarer Fall von Schutzmuster  und Schmerzauslösung zur Vermeidung weiterer Verletzung und Bedrohungsabwendung.

Er sprach mich eines Abends im Gym an, ob ich nicht eine Idee hätte? Klar hatte ich die! Wir absolvierten eine Session, die nicht länger als 15 Minuten dauerte und er konnte wieder schmerzfrei mit kleinem Gewicht die Druckbewegung durchführen, herzlichen Glückwunsch! Ein paar Tage später habe ich Ihn wieder getroffen und mich nach seinem Zustand erkundigt. Schulter immer noch schlecht! Ich fragte: “Hast Du die Übungen regelmäßig durchgeführt? Antwort: Ähm, Ähm… Also nein.” Nach eindringlicher Aufforderung die Neurologischen Aktivierungsmuster in seine Trainingsroutine zu übernehmen, trafen wir uns nach zwei Wochen wieder und siehe da,…

normales Training wieder möglich.

Fazit: Ungewohnte Belastungen, Überlastungen, monotone Haltungen können Schmerzen durch Aktivierung von Schutzmustern auslösen. Das normale Bewegungsprogramm ist gestört und muss wieder repariert werden. Trotz ausreichender Ruhe war der Schmerz immer noch manifest. Das sprach eindeutig für Präventiv-Schmerz. Neurologische Aktivierungsmuster bzw. Neuro-Performance-Training bricht das Schutzmuster auf und aktiviert das basale Bewegungsmuster. Training bedeutet aber auch ein wiederholtes Durchführen der Maßnahme, um die Änderung zu stabilisieren. Neuro-Performance-Training und Bewegung kann wie ein Medikament genutzt werden. Es muss in der richtigen Qualität, in der richtigen Konzentration/Dosis über einen bestimmten Zeitraum angewendet werden erst dann kann es seine Wirkung optimal entfalten. In diesem Sinne…

Qualität entscheidet!

Eurer Patrick Eurich

Neurons that fire together wire together!

By on 30. Oktober 2016

Ein nachträglicher Artikel, um das angewandte Modell opposing joints / oppposing movements in den Videos mit Axel nochmal genauer zu erklären.

Neurons, that fire together, wire together! Das war einer der ersten Merksätze, die ich während meiner Ausbildung zum Z-Health Trainer mitgenommen habe, dass er so viel Gewicht haben würde, habe ich damals nicht geahnt. Jeder von uns in der Fitness- und Trainerbranche kennt die heilige Dreifaltigkeit der Merksätze des Fitness- oder Personal-Trainers und wenn nicht dann hier nochmal für euch:

  1. Specific Adaption on Imposed Demand oder das S.A.I.D. Prinzip
  2. use it or loose it
  3. form follows function

Schon mal gehört? Ja! Aber habt Ihr Sie auch verstanden? Ich werde das in späteren Post´s näher beleuchten. Nun zu unserem Neuro-Performance-Trainer Merksatz und dem Modell.

Es genügt wenn wir uns unsere basalen Bewegungsmuster anschauen. Das Gehen! Wie gehen wir? Welche Teile werden bewegt, welche stehen still? Oder vielmehr welche Teile bewegen sich zusammen! Beim Gehen werden der linke Arm und das rechte Bein zusammen nach vorne bewegt. Sie bilden ein Bewegungspaar und jetzt sind wir schon beim Merksatz. Das heißt Sie werden zusammen aktiviert (fire together), also bilden Sie zusammen ein Bewegungsnetzwerk (wire together). Im Klartext Sie können im Gehirn über ein Bewegungsprogramm aktiviert werden. Das führt jedoch auch schon zum nächsten Problem. Ist das Bewegungsprogramm an einer Stelle gestört, kann sich die Störung auf das gepaarte Gelenk im Programm ausweiten. Das tolle daran wir können den Vorgang auch wieder umkehren. Das heißt wir können mit dem nicht betroffenen Gelenk, das Bewegungsprogramm wieder reprogammieren! Super, das ist opposing joint (Gegen-Gelenk). Wie kommen wir jetzt zu opposing movement? Viele von euch werden schon richtig angemerkt haben, dass das Gehen doch nicht zu unseren basalen Bewegungsmustern gehört, richtig? Schließlich können wir ja nicht von Anfang an gehen. Davor kommen das Krabbeln und das Hochziehen/Klettern. Denn wir stammen ja bekanntlich vom Affen ab. Diese Muster sind uns also sozusagen evolutionär in die Wiege gelegt. Siehe auch „Das evolutionäre Gehirn“ auf meiner Homepage neuro-performance.com. Wenn wir das Klettermuster jetzt sezieren, dann kommen wir zu folgendem Schluss.

  1. Der linke Arm greift einen Griff über dem Kopf – Schulter/Arm eleviert, Ellbogen extendiert
  2. Der rechte Fuß und das Bein wird aufgestellt auf einen Vorsprung oder ähnliches, das Halt bietet – Hüfte flektiert, Knie flektiert
  3. Wir ziehen uns mit dem Arm nach oben und der Fuß und das Bein strecken sich und begleiten die Bewegung
  4. Arm+Schulter werden flektiert vs. Fuß+Bein werden extendiert
  5. Das ist opposing movement (Gegenbewegung)

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Fazit: Wir sehen also, dass das Konzept auf den basalen Bewegungsmustern aufbaut. Wir können uns die neuronale Verschaltung der Gelenke und Bewegungssoftware zu Nutze machen, um die Bewegungsqualität in einem Teil des Programms zu verbessern und somit das Ganze Bewegungsprogramm optimieren.

Mehr Informationen rund um dieses Konzept bekommt Ihr bei der Deutschen Akademie für Neuro-Performance und der Ausbildung zum Neuro-Performance-Trainer Level I.  In diesem Sinn bleibt bewegt, denn…

Qualität entscheidet

euer Patrick Eurich